System change not climate change!

Die Klimakrise ist eine ernst zuzunehmende Bedrohung und ihre Folgen sind katastrophal. Der Meeresspiegel steigt, Arten sterben aus, Wetterextreme und somit Hungersnöte treten immer häufiger auf. So werden auch soziale Missstände und Machtverhältnisse verschärft. Denn vor allem der globale Süden leidet unter den Auswirkungen der Klimakrise.
Als Gegenstrategie wird oft eine bestimmte Lebensweise vorgeschlagen, die uns zu einem nachhaltigeren Konsum anregen soll. Doch so ganz geht die Rechnung nicht auf. Ärmere Menschen sind prinzipiell von solchen Maßnahmen ausgeschlossen oder härter getroffen. Zudem spielt diese Einstellung einem vor, es könne einen fairen Kapitalismus geben, wenn man sich nur richtig in ihm einrichte. Dabei wird allerdings ignoriert, dass es solche Krisen immer geben wird, solange wir kapitalistisch wirtschaften und produzieren.

Auch in der internationalen Politik ist Klimaschutz schon lange ein Thema, doch der menschengemachte Klimawandel wurde immer noch nicht gestoppt. Auch der 2005 eingeführte Emissionshandel ist nur ein Beispiel dafür, wie man die aktuellen Marktprozesse schön darstellt, ohne wirklich etwas zu verändern. Denn dass trotzdem der weltweite CO2-Ausstoß jährlich steigt, beweist die Unwirksamkeit dieser Verträge und Abkommen.
Erfolgreicher Klimaschutz muss also mehr sein, als ein konsumkritischer Lifestyle oder wirtschaftliche Anreize. Langfristiges Ziel unserer Gruppe ist es, Kapitalismus als Ganzes abzuschaffen. Dazu gehört, die Mechanismen & Merkmale zu verändern, durch die das System aufrecht erhalten wird. Zum Beispiel die Zentralisierung von Kapital, die Verwertbarkeitslogik, der abstrakte Zwang zu arbeiten, Ausbeutung und eine ungleiche Verteilung von Produktionsmitteln.

Durch die aktuelle Situation sehen wir uns allerdings gezwungen, konkret & konsequent zu handeln, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise abzumildern. Da die Energiewirtschaft die größte Emissionsquelle ist, schließen wir uns der Forderung des sofortigen Kohleausstiegs an. Außerdem sind wir gegen alle Auslagerungen von Massenproduktionen (wie zB. Näharbeit), die zu Lasten der Arbeitenden und der Umwelt fallen.Natürlich sind auch andere Schritte zur Müll- & Emissionsreduzierung sinnvoll. Damit wir uns allerdings nicht jährlich um die gleichen Schwierigkeiten kümmern müssen, kann nur gefordert werden, das kapitalistische System als Ganzes zu überwinden. Nur so kann eine Wirtschaft geschaffen werden, die die Menschen und Umweltbedingungen tatsächlich mitdenkt und ihren Fokus nicht auf Verwertbarkeit legt.

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