Über uns

Uns, die Antifa – Kritik & Praxis gibt es seit Frühjahr 2013 und ist aus der ehemals Antifaschistischen Aktion Paderborn entstanden. Sowohl Aktivist*innen, die schon länger politisch arbeiten, als auch jüngere Interessierte gründeten die Gruppe in Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen lokaler Nazistrukturen und internationaler faschistoider Bewegungen. Diese traten verstärkt und zunehmend aggressiver auf, was uns letztendlich dazu brachte, uns über einzelne Aktivitäten hinaus in einer Gruppe zu organisieren.

Seit der Entstehung antifaschistischer Theorie und den anschließenden Praxen befinden sich diese in einem ständigen Wandel.
Wir sprechen uns deutlich gegen jede Form von Faschismus aus, möchten aber vor allem auch ihre Ursprünge bekämpfen. Diese Ursprünge und Probleme haben Namen: Patriotismus, Nationalismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, Völkerideologie & Ethnopluralismus.

Für uns steht außerdem fest, dass diese Probleme niemals beseitigt werden können, solange Staat & Kapital Wege finden, davon zu profitieren; sprich konsequenter Antifaschismus geht für uns Hand in Hand mit dem Kritisieren und Angreifen von eben jenem Staat & seinem Kapitalismus.

Möglich wird eine Gesellschaft ohne die oben genannten Misstände nur, durch grenzenlose Solidariät. Eine solche Gesellschaft muss auf einem Miteinander bauen, in dem jeder Mensch als Individuum zählt, mit all seinen verschiedenen Eigenschaften und Bedürfnissen.
Unsere Ziele können wir natürlich nur erreichen, in dem wir die bestehenden Misstände auf allen Ebenen angreifen, statt immer nur auf den wenigen selben Aktionsform herumzutrampeln. Damit stand nach einiger Zeit, welche Formen von Protest wir nutzen würden:

 

Aufklärung:

Konkret Aufklärung und Bildung möchten wir betreiben, in dem wir Infostände, Flugblätter und Infoveranstaltungen machen. U.a. ist geplant, dass wir eine inhaltliche Veranstaltungen in örtlichen Einrichtungen organisieren. Außerdem soll unsere Homepage Inhalte anbieten, in denen Grundlagen antifaschistischer Theorie und aktuelle News eine wichtige Rolle spielen. Außerdem bieten wir über das AntifaCafé eine Möglichkeit zu diskutieren und einen offeneren Einstieg, für alle, die Lust haben, auch aktiv zu werden oder erstmal reinschauen wollen.
Auch die eigene Bildung und Weiterentwicklung „unserer“ Theorien erscheint uns als unausweichliche Notwendigkeit.

 

Kreative & direkte Aktion:

Bevor wir Menschen unsere Inhalte näher bringen können, müssen sie aufmerksam gemacht werden. Dazu haben wir uns entschlossen, weiterhin mit kreativen Aktionen, zum Beispiel in Form von Straßenkunst aufmerksam zu machen. Ebenfalls für eine selbstverständliche Grundlage unserer Aktivität halten wir den direkten Protest gegen Faschismus und all seine Wurzeln, so machen wir natürlich auf verschiedene Weisen aufmerksam auf Missstände, wenn sie konkret auftauchen.

 

Vernetzung:

Eine moderne Antifa sollte über eine abgeschottete Kleingruppe und ihre Szene und Subkultur hinausgehen, rein in diese Gesellschaft. Wir möchten Probleme in großen Bündnissen angehen und thematisieren; das Ergebnis zählt. Dazu sind wir in dem Paderborner Bündnis gegen Rechts und anderen Bündnissen aktiv.

 

Linke Perspektive schaffen:

Unausweichlich scheint in Zeiten von Repression und einer aggressiven Rechten der Selbstschutz, den wir aufbauen, emazipatorische, linke Politik betreiben zu können. Außerdem verstehen wir es auch als unsere Aufgabe, Freiräume zu schaffen, die genutzt werden können, ohne die sonst üblichen, ausgrenzenden Mechanismen in Kauf nehmen zu müssen.

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